Lichtverschmutzung: Ökologie
Eine neue Studie im Fachjournal „Nature“ analysiert erstmals hochaufgelöste Satellitendaten zur globalen Entwicklung der Lichtverschmutzung zwischen 2014 und 2022. Die Ergebnisse zeigen einen weltweiten Anstieg der nächtlichen Helligkeit um rund 16 Prozent, jedoch mit deutlichen regionalen Unterschieden. Während viele Regionen wie Afrika und Asien stark zulegten, wurde in Europa ein leichter Rückgang von vier Prozent beobachtet. Die Forschenden führen dies unter anderem auf politische Maßnahmen zur Senkung der Lichtverschmutzung und Steigerung der Energieeffizienz zurück. Die Studie macht deutlich, dass sich Lichtverschmutzung dynamisch entwickelt und stark von regionalen Rahmenbedingungen abhängt – mit weitreichenden Folgen für Ökosysteme, Biodiversität und den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus vieler Lebewesen.
