Editorial: Die Lösung liegt im Kreis
Die Kreislaufwirtschaft gehört zu den umweltpolitischen Zielen, zu denen sich nahezu alle Akteur:innen in Wirtschaft und Politik bekennen. Ressourcenschonend produzieren, die Reparierbarkeit von Produkten einplanen und erst am Ende eines langen Lebenszyklus möglichst viele Wertstoffe per Recycling zurückgewinnen – dies scheinen höchst sinnvolle und eigentlich selbstverständliche Maßnahmen zu sein.
Und dennoch lässt die konsequente und umfassende Umsetzung der Kreislaufwirtschaft noch immer auf sich warten. Im Alltag stehen Konsument:innen vor Hürden, weil die entsprechende Infrastruktur für Reparatur und Wiederverwendung fehlt. Weite Teile der Industrie betreiben zudem noch immer ein lineares Wirtschaften, bei dem gigantische Mengen an Energie und Rohstoffen allzu bald auf der Halde landen.
Diese Vergeudung können wir uns als Gesellschaft nicht mehr leisten. Wir sollten endlich das große Potenzial einer Kreislaufwirtschaft erkennen und sie konsequent umsetzen. So können wir zukünftig nicht nur effizient wertvolle Ressourcen schonen, sondern zugleich auch gute und sinnvolle „grüne“ Beschäftigung ermöglichen – von der Reparaturdienstleistung über den Refurbish-Handel bis hin zum Batterierecycling.
