Liberalisierung in GB: : „Bring back 
British Rail!“

Schon zum zweiten Mal muss, wie gerade eben bei der East Coast Mainline, der britische Staat eine privatisierte Bahn übernehmen. Diese hat sich schlicht „verkalkuliert“ und muss daher den Verkehr einstellen. Statt der versprochenen Qualitätssteigerung und der Budget­einsparungen steht die Eisenbahnliberalisierung allgemein vor dem Fiasko unzufriedener BahnkundInnen, einer enormen Kostenexplosion für Fahrgäste und SteuerzahlerInnen sowie dem Diktat einiger weniger Monopolanbieter. Wegen dieser Entwicklungen haben sich 76% der Briten für eine Wiederverstaatlichung ihrer „British Rail“ ausgesprochen. (https://www.theguardian.com/business/2017/oct/01/jeremy-corbyn-nationalisation-plans-voters-tired-free-markets). BritInnen geben zum Teil 14% des Durchschnittlohnes für PendlerInnenfahrkarten aus. Laut den Europäischen Railregulatoren bezahlt man im liberalen Großbritannien 19 Cent je Passagierkilometer, in Österreich sind es lediglich 8 Cent.