BirdLife Zählung: Weniger Vögel in 
Österreich

Mehr als die Hälfte der 66 heimischen Brutvogelarten sind rückläufig, wie eine aktuelle Vogel-Bestandsüberwachung von BirdLife Österreichs aufzeigt. Ein Viertel der Arten ist stabil und nur rund ein Sechstel der Artenbestände nimmt zu. Seit 1998 sind gut ein Drittel der Vögel unserer Kulturlandschaft verloren gegangen. Vor allem Bestände des Rebhuhns und des Girlitzs (8 von 10) und der Grauammer (9 von 10). Im gleichen Zeitraum wurde österreich- und weltweit die Landwirtschaft immer intensiver: frühes und häufiges Mähen der Wiesen, Verlust von Hecken, Feldrainen und Einzelbäumen, Rückgang von Ackerbrachen und nicht zuletzt der Einsatz von Pestiziden im Ackerbau und Obstbau. BirdLife Österreich fordert daher, dass bei Agrarförderungen noch mehr als bisher Leistungen des öffentlichen Interesses – das sind Naturschutz, Wasserschutz, Bodenschutz, Klimaschutz – abgegolten werden.

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